Kreiere deine ganz persönliche Gartenoase

Du spielst mit dem Gedanken, eine neue Terrasse anzulegen? In diesem Ratgeber zeige ich dir die verschiedenen Möglichkeiten der Gestaltung auf, damit du es leichter hast, den Traum deiner eigenen Gartenoase zu verwirklichen.

Planung: Das A und O

Eine Terrasse ist der zentrale Aufenthaltspunkt in deinem Garten. Wenn das Wetter stimmt, gibt es keinen besseren Ort, an dem man sich aufhalten kann. Denn was gibt es schöneres, als bei einer Tasse Kaffee, Vogelgezwitscher, dem Summen der Hummeln und dem Duft der Blumen die Zeit verstreichen zu lassen?

Da eine Terrasse ein dauerhaftes Bauwerk ist, solltest du dir Zeit für die Planung nehmen und zumindest eine grobe Vorstellung deiner Wünsche haben. Ich lade dich in diesem Ratgeber dazu ein, die verschiedenen Möglichkeiten der Terrassengestaltung kennenzulernen und versuche dir bei dem Kreieren deiner eigenen Traumterrasse zu helfen. Am Ende dieses Ratgebers findest du eine kleine Auswahl vergangener Projekte, die ich per Video festgehalten habe. Jetzt aber widmen wir uns zunächst den wichtigsten Punkten, die du beim Bau deiner neuen Terrasse beachten solltest:

1. Nutzung

Wie möchtest du deine Terrasse nutzen und wie oft? Je mehr Leute in deinem Garten verweilen, desto größer sollte deine Terrasse sein. Denn neben Tischen und Stühlen solltest du auch Platz für Dekoration, Blumen oder beispielsweise einen Grill vorsehen. Wenn du hingegen nur ein stilles Plätzchen zum Lesen brauchst, wirst du auch mit weniger Platz auskommen. Kleine verspielte Sitzgelegenheiten haben ihren ganz besonderen Charme.

2. Lage

Die Lage deiner Terrasse ist von zentraler Bedeutung. Beobachte den Sonnenverlauf und achte auf Schattenwurf durch Bäume oder Bauwerke. Bedenke dabei unbedingt, dass Terrassen in der prallen Sonne nicht ohne Sonnenschutz zur Mittagszeit genutzt werden können, da es zu heiß wird. Für ein gemütliches Frühstück oder ein paar idyllische Abendstunden ist ein solcher Platz aber ideal, da die Sonne nicht mehr so stark ist, aber immer noch wärmt. Wenn du einen schönen Baum hast, kannst du auch dort deine Sitzgelegenheit errichten. Bäume sind die perfekten Schattenspender und garantieren dir ein kühles Plätzchen im Sommer. Tendenziell sollte die Terrasse niemals auf einer freien Fläche liegen, sondern immer im Schutz von Gebäuden, Bäumen oder Mauern. Sonst hast du schnell das Gefühl, auf dem Präsentierteller zu hocken. Zudem bist du auch vor Wind und Regen kaum geschützt.

3. Form

Wähle eine Form, die zu deinem Garten und zu deinem Haus passt. Wenn dein Garten/dein Haus sehr gradlinig ist, solltest du auch eine rechteckige, klare Form für die Terrasse wählen. Wenn dein Garten eher verspielt ist, kannst du z. B. auch eine runde Form wählen. Bei einem brachliegenden Baugrundstück kannst du dir auch von einem Landschaftsarchitekten ein stimmiges Gesamtkonzept für deinen Garten erstellen lassen.

4. Materialauswahl

Möchtest du eine Terrasse aus Platten oder Pflastersteinen kreieren? Beides ist problemlos möglich und es gibt kein richtig oder falsch. Die optische Wirkung ist in beiden Fällen eine ganz andere. Großformatige Platten strahlen eine gewisse Ruhe und Gleichmäßigkeit aus, während man mit Pflastersteinen ein lebhaftes, aufgelockertes und verspieltes Bild schaffen kann. Ein weiterer Belag für deine Terrasse ist Holz.

Bau einer Polygonalplatten-Terrasse
Bau einer Polygonalplatten-Terrasse
Frisch verfugte Polygonalplatten-Terrasse
Frisch verfugte Polygonalplatten-Terrasse

Stein: vielfältige Möglichkeiten für die Terrassengestaltung

Bei Stein kannst du zwischen Klinker, Betonstein, Naturstein oder Keramik wählen. Betonsteine verlieren auf längere Zeit gesehen immer an Farbe. Das kann dir bei Naturstein und Keramik nicht passieren. Naturstein wurde über Millionen von Jahren durch die Natur geformt, er hat daher eine nicht nachahmbare Optik mit einer ganz besonderen Ausstrahlung. Jeder Stein erzählt seine eigene Geschichte! Klinkersteinterrassen passen wunderbar zu naturnahen und Bauerngärten, ihre Optik ist zeitlos und das Material sehr lange haltbar. Keramikplatten sind hingegen sehr modern und gradlinig. Es gibt mittlerweile etliche Hersteller und somit auch eine breite Palette an verschieden Formaten und Farbaspekten. Keramikplatten sind von den genannten Produkten am pflegeleichtesten, da sie fast kein Wasser, Öl oder Fett aufnehmen können. Flecken entstehen so erst gar nicht. Auch eine Moosbildung ist auf einer solchen Oberfläche kaum möglich. Betonprodukte sind weitaus günstiger als die genannte Konkurrenz.

Die langlebigsten Terrassen sind solche aus Stein. Ich persönlich rate dir immer zu Naturstein. Naturstein verändert sich nie, während Betonstein immer im Laufe der Zeit seine Farbe verliert. Naturstein gibt es in allen Formen und Farben, sodass deiner Phantasie hier keine Grenzen gesetzt sind. Fairerweise muss ich an dieser Stelle natürlich erwähnen, dass Naturstein in der Regel immer teurer als Betonstein ist, sowohl im Material als auch in der Verarbeitung. Alternativ kannst du noch Holz als Baustoff in Erwägung ziehen, ein weiteres Naturprodukt. Holzterrassen sehen immer sehr gemütlich und einladend aus. Beachte: Holz als Baustoff muss in jedem Fall richtig verarbeitet werden, damit er lange hält und nicht wegrottet. Auch sollte man Holzterrassen jährlich pflegen, sonst grauen sie sehr schnell aus und verblassen. Manchen Leuten gefällt aber genau dieser Alterungsprozess.

Terrassenüberdachung oder Wasserspiel für noch mehr Ambiente

Mache dir abschließend noch Gedanken darüber, ob du eine Terrassenüberdachung haben möchtest, oder ob dir zum Beispiel ein Wasserspiel nahe deiner Sitzgelegenheit wichtig ist. In meinem Video „Wasserspiel selber bauen“ habe ich beispielsweise einen kleinen Brunnen nahe der Terrasse gebaut, der aufgrund des Wassergeplätschers für eine beruhigende Akustik sorgt. Plane für ein gemütliches Ambiente auch Beete nahe der Terrasse ein oder größere Pflanzkübel und Hochbeete. Alle diese Elemente können zu deinem Wohlbefinden beitragen.

In meiner Tätigkeit als Meister im Garten- und Landschaftsbau habe ich mittlerweile schon über 100 Terrassen gebaut. Ich möchte dir an dieser Stelle die drei schönsten Projekte vorstellen.

Ich hoffe, ich konnte dir bei deiner Ideenfindung ein paar Inspirationen mit auf den Weg geben. Wie du eine Terrasse technisch richtig aufbaust, erfährst du in meinem nächsten Artikel „Anleitung: Terrassenbau“.

Hat dir mein Ratgeber zum Thema „Terrassengestaltung“ gefallen? Ich freue mich über deine Fragen und Anregungen – nutze dazu gerne die Kommentarfunktion.

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