Ganzjährige Farbenpracht

Das Angebot an Knollen- und Zwiebelpflanzen ist riesig. So wirst du für jedes Plätzchen in deinem Garten die passende Zwiebelpflanze finden – egal ob schattig oder sonnig, trocken oder feucht. Aber klären wir zunächst einmal, warum Zwiebelpflanzen auch in deinem Garten nicht fehlen dürfen.

Im Gegensatz zu Stauden und Gehölzen sind Zwiebelpflanzen sehr günstig. Auch das Pflanzen an sich geht viel schneller von der Hand. Möchtest du das ganze Jahr über Farbe in deinem Garten haben, dann sind Zwiebeln genau das richtige. Du musst sie nicht zwingend in deine Beete pflanzen. Du kannst auch deine Rasenflächen damit optisch aufwerten. Die Pflanzung von Zwiebeln ist äußerst simpel. Da die Zwiebel an sich ein Speicherorgan darstellt, kann sie Dürrephasen viel besser verkraften als Stauden. In der Regel musst du sie niemals gießen! Knollen- und Zwiebelpflanzen finden außerdem als Schnittblumen in Sträußen Verwendung.

Winter-/Frühjahrsblüher

Krokusse (ab Februar) und Schneeglöckchen (ab Ende Januar) sowie der Winterling sind die Klassiker! Aus optischen Gründen sollten sie immer in großen Gruppen gepflanzt werden. Im Laufe der Jahre werden sie sich aber ganz von alleine vermehren.

Frühjahrsblühende Zwiebeln können problemlos unter Sträuchern und Bäumen gepflanzt werden, denn sie gedeihen lange bevor die Gehölze Blätter ausbilden. Somit bekommen sie genug Licht. Krokusse und Schneeglöckchen stellen die erste Nahrung für Insekten dar. Darüber freuen sich unter anderem Hummeln und Bienen! Ebenso zu den frühblühenden Zwiebelpflanzen zählen beispielsweise das Maiglöckchen, die Hyazinthe (ab März – Mai, stark angenehm duftend) oder die Kaiserkrone (April – Mai). Ein Tipp: Die Kaiserkrone ist eine Geheimwaffe im Kampf gegen Wühlmäuse. Die Zwiebel riecht sehr streng, weshalb die Mäuse ihre Nähe meiden.

Eine meiner Lieblingszwiebelpflanzen ist der Zierlauch. Die meisten Arten blühen von Mai bis Juni. Die kugelförmige Blüte ist einzigartig und sieht auch noch im vertrockneten Zustand ästhetisch aus. Klassiker des Frühlings, die natürlich auch hier erwähnt werden wollen, sind Tulpen und Narzissen. Dies ist natürlich nur eine kleine Auswahl und die genannten Zwiebeln gibt es noch in vielen verschiedenen Sorten, die sich wiederum in Farbe und Größe unterscheiden.

Sommerblüher

Besonders zu erwähnen sind Dahlien, Gladiolen oder Lilien. Viele der sommerblühenden Zwiebeln und Knollenpflanzen sind nicht oder nicht ausreichend winterhart, sodass sie in strengen Wintern absterben können. Das betrifft Dahlien und Gladiolen. Man holt sie zur Überwinterung daher am besten aus den Beeten. Gepflanzt werden sommerblühende, nicht winterharte Zwiebelpflanzen immer nach den letzten Frösten. Eine besonders große und prächtige sommerblühende Zwiebelpflanze ist die Amaryllis. Sie kann je nach Sorte bis zu einem Meter hoch wachsen. Allerdings ist auch sie nicht winterhart. Besser winterhart sind zum Beispiel einige Lilien-Arten. Fast alle sommerblühenden Knollen- und Zwiebelpflanzen mögen es, sonnig zu stehen.

Herbstblüher

Auch das Angebot an herbstblühenden Zwiebelpflanzen ist groß. Besonders bekannt ist die Herbstzeitlose. Im Erscheinungsbild ist sie dem Krokus sehr ähnlich, ebenso wie die Gewitterblume (Sternbergia). Sie blüht in leuchtend gelber Farbe. Natürlich gibt es auch einige Krokus-Arten, die im Herbst blühen.

Die meisten Zwiebelpflanzen sind sehr robust. Bei der Pflanzung solltest du aber immer auf einen lockeren Boden achten, sonst faulen die Zwiebeln schnell. Mit etwas Sand kannst du deine Pflanzfläche dahingehend verbessern. Über die Pflanzzeit, -tiefe und -dichte lässt sich keine pauschale Antwort fällen. Die Angaben findest du aber immer auf der Verpackung oder du schaust einmal im Internet nach der Art, die du pflanzen möchtest.

Ich hoffe, ich konnte dein Interesse für das Thema Blumenzwiebeln wecken!

Hat dir mein Ratgeber zum Thema „Knollen- und Zwiebelpflanzen“ gefallen? Ich freue mich über deine Fragen und Anregungen – nutze dazu gerne die Kommentarfunktion.