Verschiedene Aufgaben, verschiedene Materialien

Jeder Gartenbesitzer beschäftigt sich eines Tages mit dem Thema Zaun. Neben Hecken und Mauern an Grundstücksgrenzen handelt es sich auch bei einem Zaun um eine Form der Einfriedung. Die Beweggründe, Gartenzäune zu errichten, können sehr verschieden sein:

  • Kinder & Tiere:
    Einer der wichtigsten Gründe. Man kann nicht den ganzen Tag auf seine Zöglinge aufpassen. Ein Zaun sorgt dafür, dass Kinder und Tiere nicht unbeaufsichtigt auf die nahe gelegene Straße laufen können, wenn man sich mal fünf Minuten um die Wäsche kümmern muss. Eine sichere, effiziente Art der Grundstücksbegrenzung.
  • Sichtschutz:
    Besonders beliebt sind Gartenzäune als Sichtschutz, denn auch vor neugierigen Nachbarn schützt ein Zaun. So kannst du dich in deinem eigenen Paradies entspannen und fühlst dich nicht beobachtet.
  • Schutz:
    Dein Hab und Gut wollen geschützt sein. Ein Zaun bietet in entsprechender Höhe Schutz vor ungebetenen Gästen. Das können Einbrecher sein, aber ein Zaun grenzt auch Tiere wie beispielsweise Karnickel aus, die in deinem Rasen wühlen oder deine Beete als Schlaraffenland zu schätzen wissen. Zudem kannst du mit der richtigen Umzäunung, etwa am Hühnerstall, einen Marderangriff vermeiden. Mit einem Zaun kannst du aber auch innerhalb deines Grundstückes gefährliche Bereiche ausgrenzen wie zum Beispiel einen Teich.
  • Lärmschutz:
    Zäune schirmen Geräusche und Stimmen weitestgehend ab. So steht einem entspannten und erholsamen Tag im Garten nichts im Wege.
  • Windschutz:
    Ein Zaun kann an einer Sitzgelegenheit in deinem Garten, sofern richtig positioniert, einen zuverlässigen Schutz vor Wind bieten.
  • Dekoration:
    In vielen Fällen dient ein Zaun auch einfach nur optischen Zwecken. Außerdem lockert man mit einzelnen Zaunelementen gezielt Heckenbepflanzungen auf. Gartenzäune erfüllen aber auch die Aufgabe als Kletterhilfe für Rankpflanzen.
Optische Unterbrechung: Deko-Zaunelement in Taxus-Hecke
Optische Unterbrechung: Deko-Zaunelement in Taxus-Hecke

Aus welchen Materialien bestehen Gartenzäune und was sind die spezifischen Vorteile?

Klassischerweise besteht ein Zaun aus Holz. Holzzäune passen am besten in das Landschaftsbild. Du kannst sie je nach Belieben farbig streichen, um Akzente zu setzen. Metallzäune wirst du aber auch überall finden, ganz egal ob verzierte, dekorative Metallzäune, Stabgitterzäune oder Drahtzäune. Der Vorteil von Metallzäunen ist, dass sie sehr langlebig sind. Dafür sind sie in der Anschaffung auch entsprechend teuer. Die meisten Metallzäune dienen zum Schutz vor einem Betreten des Grundstückes, allerdings schützen sie weniger vor Blicken oder Wind, da sie durchlässig sind. Holzzäune sind wesentlich günstiger, müssen dafür aber auch gepflegt werden. Bei guter Qualität und richtiger Verarbeitung kann aber auch ein Holzzaun älter als 20 Jahre werden.

Eine Sonderform des Zauns stellt ein Zaun aus milchigem Glas dar. Diese werden meist aus optischen Gründen verwendet. Sie bieten zudem einen optimalen Schutz vor Wind. Glaselemente haben den Vorteil, dass sie Sonnenlicht durchlassen und somit keinen Schatten werfen. Solange du kein Golf daheim spielst, ist Glas von allen Materialien am langlebigsten. Stelle dich darauf ein, dass du Glaselemente ein- bis zweimal im Jahr säubern musst. Auch ist ein Glaszaun die mit Abstand teuerste Variante. Schon ein paar Meter kosten je nach Hersteller über 1000 €.

Wichtig: Orientiere dich bei der Suche nach dem richtigen Zaun für deinen Garten auch an deinem Haus und dem Landschaftsbild. Es gibt nichts Schlimmeres als einen Stabgitterzaun an einem schönen Landhaus, das von Weide und Wiese umgeben ist! Sei dir auch immer bewusst, dass ein geschlossener Zaun dein Grundstück optisch verkleinert und ein Gefühl der Enge vermitteln kann. Mein Tipp: Eine Mischung aus Zaunelementen, Heckenpflanzen und blühenden Sträuchern ist die schönste Einfriedung. Bedenke auch unbedingt, dass ein Zaun alleine keinen Lebensraum für Vögel und Insekten darstellt.

Und nun wünsche ich dir viel Spaß und Erfolg mit deinem Projekt!

Hat dir mein Ratgeber zum Thema „Gartenzäune als Sichtschutz und Begrenzung?“ gefallen? Ich freue mich über deine Fragen und Anregungen – nutze dazu gerne die Kommentarfunktion.